Batteriespeicher zur unterstützenden Netzstabilisierung

LINZ NETZ GmbH setzt Batteriespeicher zur unterstützenden Netzstabilisierung ein

Als innovatives Unternehmen setzt die LINZ NETZ GmbH auf neueste Technologien.

Batteriespeicher spielen dabei im Niederspannungsnetz eine zentrale Rolle. Die LINZ NETZ GmbH hat dazu ein Forschungsprojekt gestartet. Nach umfassenden technischen Abstimmungen sowie kleineren Optimierungen in den letzten Wochen setzt das Team der LINZ NETZ GmbH in der Feldtestregion Prendt (Region Windhaag bei Freistadt) einen netzdienlichen Batteriespeicher mit 140 kWh Speicherkapazität und 80 kW Leistung ein. Seit Kurzem ist dieser nun zur vollsten Zufriedenheit in Betrieb.

Im Fokus des Forschungsprojekts, das mit der xelectrix Power GmbH umgesetzt wird, steht die Netzstabilisierung: Der moderne Energiespeicher soll dabei unter anderem die schwankende Stromproduktion bei PV-Anlagen ausgleichen. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung soll der Speicher das Stromnetz entlasten, um es bei Bedarf mit der gespeicherten Energie wieder zu stützen.

Ideale Bedingungen für Speicherprojekt geschaffen

Die Voraussetzungen für das aktuelle Speicherprojekt wurden mit dem vorangegangenen, 2015 abgeschlossenen Forschungsprojekt „DG DemoNetz Smart LV Grid“ geschaffen. Dabei wurden in der Feldtestregion Prendt Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 116 kWp neu installiert. Durch die hohe Dichte an PV-Anlagen in der Niederspannungsebene ergeben sich ideale Bedingungen für das Folge-Forschungsprojekt in Prendt.

„Batteriespeicherung könnte einer der Problemlöser der Zukunft sein. Das Projekt in Prendt entspricht damit unserem Anspruch als innovatives regional verankertes Unternehmen“, sagt Mag. DI Josef Siligan, Vorstandsdirektor der LINZ AG, Ressort Energie.

Batteriespeicher sorgt für Spannungsausgleich

Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wie der Sonne verursacht Schwankungen im Stromnetz. Der moderne Batteriespeicher sorgt für die Stabilisierung bzw. den Ausgleich der Spannung. Wenn viele PV-Anlagen ins Netz einspeisen, wird die Spannung angehoben. Durch den Batteriespeicher im Lademodus soll diese wieder gesenkt werden. Im Gegenzug soll der Speicher im Entlademodus die Spannung anheben, wenn diese durch die Verbraucher in der Regel in den Morgen- und Abendstunden abgesenkt wird. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird außerdem untersucht, welche Spannungsreserven für eine Integration von weiteren PV-Anlagen erzielt werden können.

„Die Stromnetz-Stabilisierung ist vor dem Hintergrund des Ausbaus von PV- und Wind-Strom eine der Herausforderungen der Zukunft. Im Niederspannungsbereich könnten die netzdienlichen Batteriespeicher gut einsetzbar sein“, so DI Johannes Zimmerberger, Geschäftsführer der LINZ NETZ GmbH.

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