Erzeugungsanlage anschließen

Sie möchten eine Stromerzeugungsanlage oder einen Batterieenergiespeicher in Ihrer Kundenanlage errichten?


Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen stellen momentan eine der beliebtesten Möglichkeiten dar, um selbst Energie für die Deckung des Eigenbedarfes zu produzieren („Überschusseinspeisung“). Die überschüssige Energie wird in „Schwachlastzeiten“ der Kundenanlage in das Verteilernetz eingespeist und vom Energiehändler vergütet.

Batterieenergiespeicher

Batterieenergiespeicher haben den Zweck, den Grad der Eigenbedarfsdeckung zu erhöhen. Zudem kann mit Batterieenergiespeichern bei Ausfall des Verteilernetzes auch eine Inselbetriebsfunktion umgesetzt werden. Sehr häufig werden Stromerzeugungsanlage und Batteriespeicher in Kombination errichtet. Zunehmend werden Batteriespeicher auch bei bestehenden Stromerzeugungsanlagen nachgerüstet.

Einspeisung

Die Einspeisung hat Rückwirkungen auf unser Verteilernetz, die von der LINZ NETZ GmbH geprüft werden müssen. Damit die Einspeisung in das Verteilernetz im gewünschten Umfang ermöglicht werden kann, müssen am Netzanschlussverknüpfungspunkt die Voraussetzungen dafür gegeben sein. Falls das bestehende Verteilernetz keinen weiteren Anschluss mehr zulässt, sind Netzverstärkungen erforderlich, wodurch dem Netzanschlusswerber Kosten verrechnet werden müssen.

Förderungen für erneubare Energieträger

Die Errichtung von Stromerzeugungsanlagen sowie von Energiespeicheranlagen wird von diversen öffentlichen Einrichtungen und Organisationen gefördert. Für das Förderansuchen benötigen Sie unter anderem die Zählpunktbezeichnung des Netzbetreibers.

Wenn Sie konkretes Interesse an der Errichtung haben, wenden Sie sich bitte an eine Elektrofachkraft Ihres Vertrauens. Die von Ihnen beauftragte Elektrofachkraft übermittelt uns die für die Beurteilung der Netzrückwirkungen benötigten Informationen:

  • Persönliche Daten des Netzanschlusswerbers (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail)
  • Anlagenadresse/Parzellen- und Katastralgemeindenummer
  • Technische Angaben zur Stromerzeugungsanlage/zum Batterieenergiespeicher
  • Angaben zur Betriebsart
  • Gewünschter Termin für die Fertigstellung

Diese Informationen werden ausschließlich für den Zweck der Angebotslegung und Vertragsabwicklung verwendet. Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Nähere Informationen zum Datenschutz können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.


Ablauf für den Anschluss

Die Elektrofachkraft übermittelt uns eine elektronische Leistungsanfrage inkl. der erforderlichen Beilagen (Datenblätter etc.)

Sobald uns alle notwendigen Informationen vollständig vorliegen, beurteilen wir die Netzrückwirkungen auf das bestehende Verteilernetz.

Nach unserer Beurteilung erhalten Sie eine Netzzugangszusage bzw. bei Notwendigkeit von Netzausbaumaßnahmen ein Netzzugangsangebot. Das Dokument enthält die Zählpunktbezeichnung und die Auflagen für den Anschluss der Erzeugungsanlage/des Batterieenergiespeichers. Nachdem die Netzzugangszusage (das Netzugangsangebot) wichtige Informationen für die Errichtung enthält, ist diese an das Elektrofachunternehmen Ihres Vertrauens weiterzuleiten. Die Stromerzeugungsanlage muss innerhalb der Gültigkeitsdauer der Netzzugangszusage errichtet und in Betrieb gesetzt werden.

Information zum vereinfachten Netzzutritt und Netzzugang für kleine Anlagen gemäß § 17a ElWOG 2010: der Netzbetreiber hat für Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger mit einer Engpassleistung bis 20kW auf entsprechende vollständige Anzeige an den Verteilernetzbetreiber hin binnen 4 Wochen mit einer Anschlussbestätigung zu reagieren, wobei der Netzbetreiber bei begründeten Sicherheitsbedenken oder technischer Inkompatibilität der Systemkomponenten binnen 4 Wochen nach vollständiger Anzeige den Anschluss verweigern kann und einen anderen Netzanschlusspunkt vorschlagen kann.

(nur für den Fall einer notwendigen Netzverstärkung/Änderung der Anschlussanlage relevant, wenn die Kriterien für die Anwendung der Anschlusspauschale nicht zutreffen und eine Detailkalkulation durchzuführen ist).

Mit Ihrer Unterschrift beim Netzanschlussangebot („Netzanschlussvertrag“) beginnen unsere Realisierungsarbeiten für die Änderungsarbeiten. Nach Abschluss unserer Arbeiten erhalten Sie die Rechnung.

Die Stromerzeugungsanlage/der Batterieenergiespeicher muss vom Elektrofachunternehmen Ihres Vertrauens errichtet werden. Die Fertigstellung sowie die ordnungsgemäße Errichtung wird uns gegenüber vom Elektrofachunternehmen durch Übermittlung der Fertigstellungsmeldung mitgeteilt.

Voraussetzung für die Inbetriebsetzung der Messeinrichtung ist das Vorliegen der Anmeldungen Ihres Stromlieferanten/Energieabnehmers bei der Wechselplattform. Zu diesem Zweck müssen Sie zeitgerecht die erforderlichen Stromliefervereinbarungen abschließen.

Wir montieren/ändern die Messeinrichtung (die Montage/der Austausch einer Direktzählung ist kostenfrei, sofern der Zählerverteiler unverändert bestehen bleibt). Die Inbetriebnahme und die Überprüfung der Stromerzeugungsanlage/des Batterieenergiespeichers erfolgt durch Ihr Elektrofachunternehmen.

Im Anschluss an die Inbetriebsetzung der Verrechnungsmesseinrichtung übermitteln wir Ihnen den Netzzugangsvertrag (Einspeisevertrag) sowie bei Anwendbarkeit der Pauschalierung (vgl. dazu die Ausführungen unter Schritt 4) die Rechnung über das pauschalierte Netzzutrittsentgelt

Für den nachträglichen Anschluss eines Batterieenergiespeichers bei einer bestehenden Stromerzeugungsanlage gelten die oben angeführten Schritte sinngemäß.

Anschlusskosten

Nach Inkrafttreten des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzespakets ist für den Anschluss von Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger auf den Netzebenen 3 bis 7 ein nach der Engpassleistung gestaffeltes, pauschales Netzzutrittsentgelt zu verrechnen. Sollten die tatsächlichen Kosten für den Anschluss der Erzeugungsanlage mehr als 175 Euro pro kW (exkl. 20% USt) betragen, können die diesen Betrag überschreitenden Kosten dem Netzbenutzer gesondert in Rechnung gestellt werden. Der Netzbetreiber hat in diesem Fall dem Netzbenutzer mit der Rechnung eine detaillierte Kostenaufstellung vorzulegen und darin auch zu begründen, warum ein Anschluss zu geringeren Kosten nicht möglich ist. Das pauschale Netzzutrittsentgelt für Erzeugungsanlagen (Preisangaben exkl. 20% USt) beträgt:

Anlagengröße
Entgelt
0 bis 20 kW
10 Euro pro kW
21 bis 250 kW
15 Euro pro kW
251 bis 1.000 kW
35 Euro pro kW
1.001 bis 20.000 kW
50 Euro pro kW
mehr als 20.000 kW
70 Euro pro kW

Informationen zu Kosten für die erstmalige Herstellung eines definitiven Stromanschlusses (Bezugsanlage bei Überschusseinspeisung, Eigenbedarfsbezugsanlage bei Volleinspeisung) entnehmen Sie bitte Stromanschluss herstellen. Photovoltaikanlagen mit einer Engpassleistung bis 20 kW, die über einen bestehenden Anschluss als Entnehmer an das Netz angeschlossen werden, sind zu 100% des vereinbarten Ausmaßes der Netznutzung an das Verteilernetz anzuschließen, ohne dass hierfür ein zusätzliches Netzzutrittsentgelt anfällt (§17a ElWOG 20210).

Rechtsgrundlage: § 54 ElWOG 2010


Detailinformationen zu:

Kleinsterzeugungsanlagen sind Erzeugungsanlagen, deren Engpassleistung in Summe weniger als 0,8 kW beträgt.

Details

Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (§16a ElWOG 2010) ermöglichen den Teilnehmern, welche sich innerhalb desselben Netzanschlussobjektes (z.B. Mehrparteien-Wohnhaus) befinden, Elektrizität unter Nutzung der gemeinschaftlichen Leitungsanlagen im Kundeneigentum (Hauptleitungen) zu produzieren und zu verwerten.

Details

  • Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft gemäß § 16c ElWOG 2010 sowie § 79 f EAG
    … ermöglichen den Teilnehmern, welche sich zueinander in einem bestimmten regionalen Naheverhältnis befinden, erneuerbare Energie über die Grundstücks-/Gebäudegrenzen hinweg unter Nutzung des öffentlichen Verteilernetzes gemeinsam zu erzeugen, zu speichern, zu nutzen und zu verkaufen.
  • Bürgerenergiegemeinschaften gemäß § 16b ElWOG 2010
    … sind auf Elektrizität beschränkt und die Nutzung ist ohne regionale Einschränkung über ganz Österreich möglich.

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